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,,Wenn Blicke weichen und das Schweigen spricht, erzwing das wahre Wort des andern nicht. Wer dich verkennt, den hülle in Geduld – such nicht bei dir nach Ursache und Schuld. Was du im Innern spürst als tiefen Schmerz, entspringt nicht selten einem fremden Herz, das eigne Wunden auf die Leinwand malt – wo deine Sehnsucht nur mit Ohnmacht zahlt."
Schuhr, Dana Stella
,,Nach Tiefe kann man niemals suchen, man kann sie nicht wie Glück verbuchen. Sie ist ein Sein, ein stilles Licht, man hat sie – oder eben nicht."
Schuhr, Dana Stella
,,Die Psyche wehrt sich gegen stete Kälte, wenn kein Verstehen mehr die Brücke baut. Weil eine Welt, in der nur Härte gälte, dem Seelenfrieden jede Wurzel raubt. So geht man fort – nicht, weil die Liebe schwand, nicht, weil das Herz nicht mehr zu fühlen wagt. Man löst das Band mit zitternder Hand, weil Selbstschutz laut nach einer Grenze fragt."
Schuhr, Dana Stella
,,Wo Misstrauen tiefe Gräben schlägt, wird jedes Wort zum bitteren Verdacht. Die Zuversicht, die einst das Herz geprägt, verliert im Vorwurf langsam ihre Macht. Ein Herz, das liebt, erträgt die stumme Qual, wenn Ehrlichkeit im Zweifel untergeht. Aus Nähe wird ein kalter Gerichtssaal, in dem kein Wort mehr unversehrt besteht."
Schuhr, Dana Stella
„Der Blick bleibt starr am fremden Bild gebannt, sucht dort die Fehler, die man selbst nicht sieht. Was man in sich noch niemals hat erkannt, wird auf das Du gelegt, bis Nähe flieht. Man deutet blind, was man nicht greifen kann, und biegt die Wahrheit, bis sie passend scheint. Die Schuld beginnt so oft beim andern dann, während im eignen Innern etwas weint.“ Man deutet blind, was man nicht greifen kann, und biegt die Wahrheit, bis sie passend scheint. Die Schuld beginnt so oft beim andern dann, während im eignen Innern etwas weint."
Schuhr, Dana Stella
„Er spiegelt sich in deinem Schmerz, saugt deine Lebensenergie. Ein unbewusstes Räuberherz heilt seine Wunden dennoch nie. Hör auf zu warten vor der Tür, die nur einen Spalt breit offen steht. Erkenne, es liegt nicht an dir, wenn dieser Wind so eisig weht. Zieh deine Hand aus diesem Netz, das dich in fahlen Träumen hält. Und schreib das eigene Gesetz, das dich zurück ins Leben stellt.“
Schuhr, Dana Stella
Er fesselt dich mit leisem Schein, hält dein System im Dauerreiz. Du sollst für ihn nur eine Option sein, die er benutzt zu jedem Preis. Du fütterst ein Phantom mit Schmerz und wartest, dass ein Wunder wacht. Doch eisig bleibt das fremde Herz und lässt dich einsam in der Nacht.
Schuhr, Dana Stella
Die Einsamkeit gefiel mir sehr, doch nun zerfrisst das Dunkel meine Wehr. Du kamst und stahlst mir meine Ruh, die Antwort auf die Angst bist du. Verloren scheint mir mein Verstand, da ist nur Meer, kein festes Land. Will ich denn wirklich dieses Mehr? Ich weiß es nicht. Du fehlst so sehr.
Schuhr, Dana Stella
Wir weben uns aus Licht und fahlen Kacheln ein Mosaik, das niemals Schatten wirft, wo Masken sanft mit fremden Federn rascheln und jeder Geist am Kelch der Selbstdarstellung schlürft. Das Herz – ein Plugin, jederzeit zum Kauf, die Seele schrumpft zum binären Gebet. Wir laden uns in blaue Himmel hinauf, während das Fleisch im echten Wind verweht. Ein Klick ersetzt das Zittern einer Hand, das Wort wird Echo in der hohlen Pracht. Wir sind die Herrscher über Pixel-Land, doch Untertanen in der einsamsten Nacht.
Schuhr, Dana Stella
Die Teufel, sie tragen kein fremdes Gesicht, sie wandeln im Schatten, sie wandeln im Licht. Sie essen und trinken, sie lachen wie wir, die Abgründe hausen im Jetzt und im Hier. Doch mitten im Schweigen, wo Einsamkeit thront, gibt es ein Leuchten, das tief in uns wohnt. Es prahlt nicht mit Siegen, es lärmt nicht im Streit, es trägt unsre Last durch die dunkelste Zeit.
Schuhr, Dana Stella