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Komme ich neulich ins Kasino, höre ich, wie der Personalchef am Nachbartisch dem neuen Vorstandsassistenten die Umgangsformen erklärt und sagt: "Der Chef macht manchmal Witze. Lautes Lachen hält er für plumpe Vertraulichkeit, leises Lächeln für Arroganz und Nichtlachen für ein Zeichen der Dummheit. - Also richten Sie sich danach!"
unbekannt
Wenn dem Menschen am Ende seines Lebens ein Lächeln übrig bleibt, so ist das ein sehr anständiger Reingewinn.
Horst Wolfram Geißler (1893-1983), dt. Schriftsteller
Die junge Kellnerin im Cafe in meiner Wohnanlage winkte mir jeden Tag zu. Ich fühlte mich geschmeichelt, denn sie war mindestens 15 Jahre jünger als ich. Eines Tages rief sie mich zu sich heran und fragte: "Sind Sie alleinstehend?" - "Ja, warum?" erwiderte ich mit einem strahlenden Lächeln. "Meine Mutter auch", erklärte sie. "Möchten Sie sie gern kennenlernen?" (Als Redner fühlt man sich einerseits auch so alleinstehend. Andererseits sehr geschmeichelt durch den freundlichen Begrüßungsapplaus - man fühlt sich mindestens 15 Jahre jünger. Also, ich möchte Sie gern kennenlernen, meine Damen und Herren. Die anwesenden Mütter auch ...)
Rick Spier, USA
Es war eine kurze Romanze. Sie fiel mir auf, als wir das Waisenhaus in Vama besichtigten. Sie war sehr bleich, hob immer wieder eines von den kleinen Kindern aus seinem Bettchen, drückte es liebevoll und versuchte, mit ihm zu scherzen. Als sich unsere Blicke zum erstenmal trafen, hat sie mein Lächeln schüchtern erwidert, als ich ihr beim zweitenmal zublinzelte, ging ein Strahlen über ihr Gesicht. Und sie wich kaum noch von meiner Seite. Dann kam der Abschied. Und als Abschiedsgeschenk hielt sie mir - einen Apfel entgegen. Sie war vielleicht elf oder zwölf. Ich hob abwehrend die Hand, drehte mich zur Seite und stammelte: "Danke, danke, ich kann doch nicht deinen Apfel essen!" Im selben Augenblick bereute ich schon meine Reaktion. Viktoria hielt meinen Ärmel fest und ließ im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr locker, bis ich mich wieder ihr zuwandte. Ich fürchtete mich vor dem enttäuschten Ausdruck in ihrem Gesicht. Hatte ich sie tief verletzt? Dann schaute ich sie an. Und es war ganz anders, als ich befürchtet hatte. Sie streckte wieder das dünne Ärmchen aus mit dem kleinen, unansehnlichen Apfel, nickte mir zu und zeigte "unser Blinzeln". Dankbar ergriff ich den Apfel, und sie sagte,... sie sagte "Papa". - Es heißt, Gott segnet den fröhlichen Geber. Ich sage: einen froheren sah ich nie.
Horst Theis, dt. Reitsportler, Vors. Reitverein Taufkirchen a.d. Vils
Komme ich neulich ins Kasino, höre ich, wie der Personalchef am Nachbartisch dem neuen Vorstandsassistenten die Umgangsformen erklärt und sagt: "Der Chef macht manchmal Witze. Lautes Lachen hält er für plumpe Vertraulichkeit, leises Lächeln für Arroganz und Nichtlachen für ein Zeichen der Dummheit. - Also richten Sie sich danach!"
unbekannt
Wenn dem Menschen am Ende seines Lebens ein Lächeln übrig bleibt, so ist das ein sehr anständiger Reingewinn.
Horst Wolfram Geißler (1893-1983), dt. Schriftsteller
Die junge Kellnerin im Cafe in meiner Wohnanlage winkte mir jeden Tag zu. Ich fühlte mich geschmeichelt, denn sie war mindestens 15 Jahre jünger als ich. Eines Tages rief sie mich zu sich heran und fragte: "Sind Sie alleinstehend?" - "Ja, warum?" erwiderte ich mit einem strahlenden Lächeln. "Meine Mutter auch", erklärte sie. "Möchten Sie sie gern kennenlernen?" (Als Redner fühlt man sich einerseits auch so alleinstehend. Andererseits sehr geschmeichelt durch den freundlichen Begrüßungsapplaus - man fühlt sich mindestens 15 Jahre jünger. Also, ich möchte Sie gern kennenlernen, meine Damen und Herren. Die anwesenden Mütter auch ...)
Rick Spier, USA
Es war eine kurze Romanze. Sie fiel mir auf, als wir das Waisenhaus in Vama besichtigten. Sie war sehr bleich, hob immer wieder eines von den kleinen Kindern aus seinem Bettchen, drückte es liebevoll und versuchte, mit ihm zu scherzen. Als sich unsere Blicke zum erstenmal trafen, hat sie mein Lächeln schüchtern erwidert, als ich ihr beim zweitenmal zublinzelte, ging ein Strahlen über ihr Gesicht. Und sie wich kaum noch von meiner Seite. Dann kam der Abschied. Und als Abschiedsgeschenk hielt sie mir - einen Apfel entgegen. Sie war vielleicht elf oder zwölf. Ich hob abwehrend die Hand, drehte mich zur Seite und stammelte: "Danke, danke, ich kann doch nicht deinen Apfel essen!" Im selben Augenblick bereute ich schon meine Reaktion. Viktoria hielt meinen Ärmel fest und ließ im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr locker, bis ich mich wieder ihr zuwandte. Ich fürchtete mich vor dem enttäuschten Ausdruck in ihrem Gesicht. Hatte ich sie tief verletzt? Dann schaute ich sie an. Und es war ganz anders, als ich befürchtet hatte. Sie streckte wieder das dünne Ärmchen aus mit dem kleinen, unansehnlichen Apfel, nickte mir zu und zeigte "unser Blinzeln". Dankbar ergriff ich den Apfel, und sie sagte,... sie sagte "Papa". - Es heißt, Gott segnet den fröhlichen Geber. Ich sage: einen froheren sah ich nie.
Horst Theis, dt. Reitsportler, Vors. Reitverein Taufkirchen a.d. Vils