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„Statt zu klagen, daß wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dafür dankbar sein, daß wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.“
(Dieter Hildebrandt (*1927), dt. Kabarettist, der am 23.05.1927, also heute genau vor 85 Jahren, geboren wurde.)
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„Man muß es immer dahin bringen, daß man zurückgewünscht wird.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Ruhe, Rente, Pension, Rücktritt, Versetzung, Trennung
Anfang
„Den günstigen Erfolg weiterführen. Einige verwenden alle ihre Kraft auf den Anfang und vollenden nichts. Sie erfinden, aber führen nicht aus. Dies ist Wankelmut des Geistes. Auch erlangen sie keinen Ruhm, weil sie nichts verfolgen, sondern alles ins Stocken geraten lassen. Ist das Unternehmen gut, warum wird es nicht vollendet? ist es schlecht, warum ward es angefangen? Der Kluge erlege sein Wild und begnüge sich nicht, es aufgejagt zu haben.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Erfolg, Ende, Unternehmen, Jagd, Start, Tier, Eröffnung
Anfang
„Nie eine Sache sehen lassen, wenn sie erst halb fertig sind: in ihrer Vollendung wollen sie genossen sein. Alle Anfänge sind ungestalt und nochmals bleibt diese Mißgestalt in der Einbildungskraft zurück. Die Erinnerung, etwas im Zustande der Unvollkommenheit gesehn zu haben, verdirbt dessen Genuß, wenn es vollendet ist.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Entwurf, Qualität, Vollendung, Arbeit, Eröffnung, Start
Ausdruck
„Die Kunst des Ausdrucks besitzen: sie besteht nicht nur in der Deutlichkeit, sondern auch in der Lebendigkeit des Vortrags. Einige haben eine glückliche Empfängnis, aber eine schwere Geburt: denn ohne Klarheit können die Kinder des Geistes, die Gedanken und Beschlüsse, nicht wohl zur Welt gebracht werden.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Ausdruck, Klarheit, Redner, Vortrag, Präsentation
Ausdruck
„Nie übertreiben. Es sei ein wichtiger Gegenstand unsrer Aufmerksamkeit, nicht in Superlativen zu reden.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Reden, Superlativ, Übertreibung, Angeberei, Steigerung
Beredsamkeit
„Andere wieder glauben durch ihre Beredsamkeit zu unterhalten und martern den Geist durch ihre Geschwätzigkeit.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Länge, Reden, Geschwätzigkeit, Schwätzer
Dummkopf
„Dumm ist nicht, wer etwas Dummes begeht, sondern wer seine Dummheit nachher nicht zu bedecken versteht.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Rhetorik, Fehler, Irrtum, Vertuschen, Reden, Klugheit
Eloquenz
„Im Reden und Tun etwas Imponierendes haben. Dadurch setzt man sich allerorten bald in Ansehn.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Tun, Führung, Manager, Elite, Ansehen, Rede, Tat, Einfluß
Freund
„Sogar in der Freundschaft sei es eine Ausnahme, daß man seine Fehler dem Freund anvertraut; ja, sich selber sollte man sie, wenn es sein könnte, verbergen.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Fehler, Schwäche, Partner, Beziehung, Liebe, Ehe, Club
Führung
„Das meiste wird mit Worten bezahlt, und mittelst ihrer kann man Unmöglichkeit durchsetzen... Allezeit habe man den Mund voll Zucker, um seine Worte damit zu versüßen, so daß sie selbst dem Feinde wohlschmecken. Um liebenswürdig zu sein, ist das Hauptmittel, friedfertig zu sein.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Wort, Stil, Reden, Sprache, Ausdruck, Freundlichkeit
Glück
„Das mühsam erlangte Glück wird doppelt genossen.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Arbeit, Mühsal, Fleiß, Schwierigkeit, Widerstand, Genuß
Klarheit
„Die Köpfe, welche die Gabe lichtvoller Klarheit haben, erlangen Beifall; die verworrenen werden bisweilen verehrt, weil keiner sie versteht. Zuzeiten ist es passend, dunkel zu sein, um nicht gemein zu werden: allein wie sollen die Hörer den begreifen, der mit dem, was er sagt, eigentlich selbst keinen Begriff verknüpft?“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Redner, Ausdruck, Sprache, Unklarheit, Zuhörer, Beifall
Klarheit
„Keinen allzu deutlichen Vortrag haben. Die meisten schätzen nicht, was sie verstehen; aber was sie nicht fassen können, verehren sie. Um geschätzt zu werden, müssen die Sachen Mühe kosten: daher wird gerühmt, wer nicht verstanden wird. Stets muß man weiser und klüger scheinen, als gerade der, mit dem man zu tun hat, es nötig macht, um ihm eine hohe Meinung einzuflößen: jedoch nicht übertrieben, sondern verhältnismäßig. Und obgleich bei Leuten von Einsicht Sinn und Verstand allemal viel gilt, so ist doch bei den meisten Leuten einiger Aufputz vonnöten. Zum Tadeln müssen sie gar nicht kommen können, indem sie schon am Verstehn genug zu tun haben. Viele loben etwas, und frägt man sie, so haben sie keinen Grund anzuführen. Woher dies? Alles Tiefverborgene verehren sie als ein Mysterium und rühmen es, weil sie es rühmen hören.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Vortrag, Reden, Unklarheit, Geheimnis, Zuhörer, Mystik
Kürze
„Das Gute ist noch einmal so gut, wenn es kurz ist.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Qualität, Reden, Länge, Dauer, Manuskript, Text, Gut
Lob
„Wann hat man die Gedanken auf den Kopf zu stellen? Wenn verschmitzte Tücke redet. Bei einigen muß alles umgekehrt verstanden werden: ihr Ja ist ein Nein und ihr Nein Ja. Reden sie von einer Sache nachteilig, so bedeutet dieses, daß sie solche hochschätzen: denn wer sie für sich haben will, setzt sie bei andern herab. Nicht jeder, der lobt, redet gut von der Sache: denn manche werden, um die Guten nicht zu loben, auch die Schlechten loben: für wen aber keiner schlecht ist, für den ist auch keiner gut.“
Baltasar Gracián y Morales (1601-58), span. Philosoph u. Schriftsteller
Querverweise: Reden, Laudatio, Kritik, Schmeichelei, Wahrheit, Lüge
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